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Bei Wohngebäuden in Passivhaustechnologie kann i.A. auf Einzelraumregelung verzichtet werden.
Diese Frage wurde für die Schule mit Hilfe der dynamischen Gebäudesimulation ausführlich untersucht,
weil eine Einzelraumregelung lüftungstechnisch aufwendig ist. Es wurde ein Konzept entwickelt,
dass den im Passivhaus üblichen hohen Wärmedämmstandard nach außen mit einer hohen
thermischen Leitfähigkeit der Klassenzimmer untereinander und thermisch aktiven Gebäudemassen
kombiniert. Ergebnis: Mit massiven Trennwänden kann ohne Komfortverzicht auf Einzelraumregelung
verzichtet werden.
Ergebnis der dynamischen Gebäudesimulation: Empfindungstemperaturen in zwei direkt nebeneinander
liegenden Klassenzimmern, Zimmer 1 (rot/pink) leer, Zimmer 2 (grün) voll besetzt.
Die Ergebnisse der dynamischen Gebäudesimulation haben gezeigt, dass bei sommerlichen Temperaturverhältnissen
durch die hohe interne Wärmelast und den Energieeintrag durch den hygienisch
notwendigen Luftwechsel hohe Temperaturen in den Klassenzimmern erreicht
werden.
Die dynamischen Gebäudesimulationen haben gezeigt,
dass die Betondecken und die Trennwände als thermisch
aktive Gebäudemassen eine Einzelraumregelung der Raumlufttemperatur
in den Klassenzimmern überflüssig machen. Die Gebäudemasse
ist außerdem erforderlich für die sommerliche Kühlung
des Gebäudes durch Nachtluft. Die harten Oberflächen
der Trennwände und Betondecken stehen im Widerspruch
zu üblichen Erfordernissen der Raumakustik. Wie im Schallgutachten
ausgeführt können die Nachhallzeiten nur mit schallabsorbierenden
Maßnahmen mit großen Flächenanteilen an Decken
und Wänden erreicht werden.
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